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Gründe für CB−Funk im 21.Jahrhundert
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Für die meisten stellt sich hier die Frage, weshalb man im 21.Jahrhundert überhaupt noch vom CB−Funk spricht oder gar ihn betreiben sollte. Wir zeigen euch nun, dass die Fragestellung anstatt "Warum CB−Funk?" besser "Warum eigentlich nicht CB−Funk?" lauten sollte. Denn zwischenzeitlich spricht kaum was gegen dieses schöne und immernoch faszinierende Hobby.




Argument 1:
Nach der Hochphase und dem anschließenden Niedergang des CB−Funks, sind die meisten Geräte und CB−Anlagen auf Dachböden und in Kellern verschwunden. Viele ehemalige Nutzer dürften somit noch im Besitz aller nötigen technischen Vorrichtungen (bspw. CB−Funkgeräte und Antennen) sein, welche die Aktive Teilnahme im 11−Meter Band voraussetzt. In diesen Fällen gehen also die Kosten für einen Wiedereinstieg in dieses Hobby gegen Null. Es bedarf somit lediglich ein Minimum an Motivation, um die alten Sachen aus den Lagerecken wieder hervorzukramen und aufzubauen.

Argument 2:
Aufgrund der heutzutage mäßigen Nutzerzahlen des 11m−Bandes, und einem Überangebot an Gebrauchtgeräten, sind die Preise für gebrauchte CB−Anlagen äßerst niedrig. Dies führt dazu, dass man seine eingelagerten Geräte kaum noch finanziell verwerten kann. Man hat somit die Möglichkeit, die eigene CB−Anlage weitere Jahre oder gar Jahrzehnte zu lagern, diese einstmals teure Anlage für wenig Geld fast zu verschenken, oder einen gewissen Aufwand für eine sachgerechte Entsorgung zu betreiben. Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine vierte und sinnvollere Möglichkeit. Warum die einst teuer erworbene Anlage nicht einfach wieder aufbauen und in Betrieb nehmen? Ob diese jetzt im Keller vergammelt, oder einsatzbereit in einer Ecke steht, dürfte hinsichtlich platztechnischen Aspekten kaum einen Unterschied machen.

Argument 3:
Der überaus günstige Gebrauchtmarkt ermöglicht zudem einen günstigen Wieder- und sogar Neueinstieg in dieses Hobby, sofern man sich keine neue Anlage kaufen möchte.

Argument 4:
Und selbst bei der Neuanschaffung einer kompletten CB−Anlage, dürfte es eines der güstigsten Hobbys sein, da auch keine weiteren Folgekosten wie Gebühren getragen werden müssen. Das Hobby ist bequem sowie auch spontan von zu Hause aus durchführbar"

Argument 5:
Nach dem finanziellen Aspekt, wird wohl oft der "Sinn" einer CB−Anlage in Frage gestellt. Schließlich kann man über die modernen Medien andere Menschen weltweit, schnell und komfortabel erreichen. Diesem Argument ist natürlich prinzipiell nichts entgegen zu setzten. Jedoch darf man dabei eines nicht vergessen. Die modernen Kommunikationsmittel sind vollständig abhängig von Infrastrukturen, welche durch den Nutzer nicht beeinfluss werden können. Was ist, wenn der Strom ausfällt oder Kommunikationssatelliten aufgrund von Cyber−Kriegsführung manipuliert werden? Dann können Handy's vielleicht noch als Flaschenöffner und Tablets als Teller fungieren. An dieser Stelle werden nun die meisten Menschen, welche sich auf die Annehmlichkeiten des 21.Jahrhunderts verlassen, Panikmache und Realitätsverlust unterstellen. Ein einfacher Blick in die Medien (bspw. im Bezug auf Weltpolitik und Naturkatastrophen) reicht aber bereits aus um zu erkennen, dass es durchaus sinnvoll sein kann, zumindest eine CB-Anlage zu besitzen (auch wenn man sie nicht benutzt). So kann man bei Bedarf eine eigene und unabhängige Kommunikationsinfrastruktur aufbauen.

Argument 6:
Vielfach wird als einer der zentralen Gründe für den Rückgang des CB−Funks, das Aufkommen des Internets sowie der modernen Kommunikationsmittel angeführt. Dieser Grund ist sicherlich ein zentraler Aspekt. Jedoch sind die modernen Medien längst tief in unserem Leben verwurzelt. Aus dem Hype wurde somit längst Alltag und angeblich große Innovationen begeistern uns heutzutage nur noch wenige Wochen oder gar Tage. Hier kann der CB−Funk, analog zum Plattenspieler, wieder eine ausergewöhnliche Rolle einnehmen.

Argument 7:
Appropos moderne Kommunikationstechniken. Der CB−Funk bietet im direkten Vergleich einen gewissen Grad an Datensicherheit und Privatsphäre. Einige mögen sich nun fragen, wie das sein kann, denn es ist ja ein komplett ungesichertes Medium. Das ist auch korrekt und daran hat sich auch nichts geändert. Jedoch lohnt ein Blick auf die Gesamtsituation der modernen Kommunikation. Menschen tragen heutzutage ihr gesamtes Leben entweder bewusst oder unbewusst in die Öffentlichkeit. Nutzerdaten sind darüber hinaus zu einem der zentralen Wertgegenstände für Organisationen, Unternehmen oder sonstigen Akteuren geworden. Auch hier reicht bereits ein Blick in die Medien um zu erkennen, dass persönliche Daten und Gespräche legal, illegal oder von Regierungsbehörden ausspioniert werden. Exakt hier bietet der CB−Funk aufgrund seiner geringen Reichweite einen gewissen Grad an Schutz. Für einen "neugierigen Zuhörher" dürfte es sehr schwer werden (um es zu untertreiben), aus bspw. 2000km Entfernung ein Gespräch zwischen zwei Nutzern von CB−Handfunkgeräten zu verfolgen. Besonders wenn er zeitgleich und mit wenig Aufwand Millionen Menschen weltweit "erreichen" kann.

Argument 8:
Auch für junge Menschen oder Neueinsteiger kann der CB−Funk eine bildende Wirkung haben. So gilt es doch viele Aspekte der Technik,Physik und Meteoroglie zu verstehen und anzuwenden. CB−Funk kann, sofern man sich interessiert, das technische Verständnis und die Allgemeinbildung in diesem Bereich fördern.

Argument 9:
CB−Funk fördert soziale Kompetenzen. Viele verstecken sich hinter der Anonymität des Internets, um Mitmenschen gezielt oder ungezielt verbal zu attackieren. Im Rahmen des CB−Funks und der damit einhergehenden Regionalität ist die Anonymität stark eingeschränkt und jeder muss damit rechnen, dass er für seine Worte und Taten zur Verantwortung gezogen wird. Der regionale Funkbetrieb bietet eben nicht die gleiche Anonymität hinter der sich heutzutage gerne versteckt wird und kann im Optimalfall den vernünftigen, respektvollen und angemessenen Umgang miteinander fördern.

Argument 10:
Dadurch, dass der CB−Funk eine Jedermann−Funkanwendung ist, sind keine abzulegende Prüfungen oder Lizenzen nötig. Jeder kann nach Anschaffung eines CB−Funk Gerätes prinzipiell sofort loslegen.

Argument 11:
Die voyeuristische Neugier des Menschen kann durch CB−Funk ebenfalls bedient werden. In diesem Zusammenhang ist dies keinesfalls negativ gemeint. Das Auffinden und blose Zuhören anderer Gesprästeilnehmer macht vielen mehr Spaß, als sich aktiv am Funkverkehr zu beteiligen. Hierfür gibt es sogar Spezialgeräte (so genannte Scanner), die nur zum Empfang geeignet sind. Damit lassen sich bspw. auch Wettersatelliten "abhören".

Argument 12:
Der CB−Funk ist auch heute noch das ideale Einstiegsgebiet für zukünftige Amateurfunker. Allein schon aus diesem Grund sollten übrigens Funkamateure nicht auf CB−Funker herabblicken. Wer dies tut, sorgt damit unter Umständen selbst dafür, dass sein eigenes Hobby (also der Amateurfunk) ausstirbt. Und der Amateurfunk kann sich weiter sinkende Nutzerzahlen genauso wenig leisten. Vielmehr sollten alle Funker, unabhänig welcher Kategorie, an einem Strang ziehen.

Argument 13:
CB−Funk verbindet ... auch heute noch. So können dadurch nette Kontakte und Freundschaften zu Menschen aus euerer Region aufgebaut werden. Natürlich ist dies aber aufgrund sinkender Nutzerzahlen schwieriger geworden.

Argument 14:
Hobbyfunker (egal welcher Kategorie) sind inzwischen eine Seltenheit. Wer sich hier engagiert, hat inzwischen ein fast exklusives und besonderes Hobby.

Argument 15:
Auch der Funkbereich hat sich weiterentwickelt (wenn auch vermutlich zu spät). Deutschland hat, im internationalen Vergelich, nahezu die besten Rahmenbedingungen im Bereich des CB−Funks. Welche Länder bieten schon
 − 80 Kanäle in FM (4Watt),
 − 40 Kanäle in AM (4Watt)
 − 40 Kanäle in SSB (12Watt).
 − Nutzung von Richtantennen (mit Einschräkung)
 − Nutzung von Hand− Mobil− und Basissationen
Diesen !!! Luxus in Deutschland !!! ungenutzt zu lassen, wäre sehr schade.

Argument 16:
Moderne Funkgeräte bieten heutzutage deutlich mehr Komfort und Möglichkeiten.

Argument 17:
Die genannten Rahmenbedingungen, technologische Weiterentwicklungen und gesunkenen Nutzerzahlen sorgen heutzutage auch für einen ruhigen und "störungsfreien" Betrieb.

Argument 18:
Das Morsen soll zum Weltkulturerbe werden ... Ein geringes Engagement im CB−Funk würde eventuell dazu beitragen, dass es zumindest nicht in Vergessenheit gerät und am Leben gehalten wird.

Argument 19:
CB−Funk motiviert. Schließlich kann man durch Ausschöpfung und Modifizeriungen (bspw. neue Standortwahl der Antenne) die Reichweite der eigenen Station erhöhen und so das Limit der eigenen Anlage hin und wieder weiter nach oben verschieben.

Argument 20:
CB−Funk benötigt, wie bereits erwähnt keine hohen finanziellen Ressourcen. Jedoch ist dieses Hobby auch hinsichtlich des Zeitaufwands sehr genügsam. In dieser schnelllebigen Welt mag dies auch ein positiver Faktor sein.

Argument 21:
CB−Funk (im mobilen Einsatz) warnt, durch verbaute Warnsysteme in Baustellen, vor Gefahrenstellen auf Autobahnen und trägt somit zur Verkehrssicherheit bei.

Argument 22:
CB−Funk (im mobilen Einsatz) liefert Verkehrshinweise, durch andere Nutzer wie Berufskraftfahrer, aus erster Hand.




Es zeigt sich, dass es über 20 Gründe dafür gibt, dieses Hobby auch im 21.Jahrhundert zu betreiben. Es stellt sich also eher die Frage, "warum eigentlich nicht CB−Funk?". Dieses Hobby lebt jedoch von seinen Nutzern. Ein Engagement hier ist nicht aufwädig und würde den kleinen Rest an Hobbyfunkern bestimmt freuen.




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