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Jedermannfunkanwendungen
>> CB−Funk <<


In diesem Bereich stellen wir euch den "CB−Funk" (eine Form der Jedermannfunkanwendungen) vor. Hierfür wird der relevante Eintrag von Wikipedia herangezogen.




"Der CB−Funk (engl. citizens band radio) ist eine Jedermannfunkanwendung, ein öffentlicher, kostenfrei nutzbarer Sprech− und Datenfunk, dem ein Frequenzband um 27 MHz (11−Meter−Band) zugewiesen ist. Der dem CB−Funk zugeteilte Frequenzbereich liegt am oberen Ende der Kurzwelle und reicht in Deutschland von 26,565 MHz bis 27,405 MHz (80 Kanäle), europaweit von 26,965 MHz bis 27,405 MHz (40 Kanäle). (...)

Eigenschaften
CB−Funk wird für alle Arten von privater, nichtkommerzieller Funkkommunikation benutzt. Er ist als Jedermannfunk zum persönlichen Informations− und Meinungsaustausch gedacht. Ähnlich wie in Internetchatrooms kann hier jeder mit jedem kommunizieren, ohne ihm jemals begegnet zu sein. So weiß man nie genau, wer gerade mithört und kann häufig neue Menschen kennenlernen. Das Betreiben von selbst hergestellten Funkgeräten ist im CB−Funk nicht gestattet. CB−Funk−Antennen dürfen unter Beachtung von Vorschriften selbst gebaut und verwendet werden. Die mit CB−Funkgeräten erzielbare Reichweite ist von verschiedenen Faktoren wie z. B. Sendeleistung, Antennenbauart, Antennenstandort und umliegender Bebauung abhängig. Mit auf dem Hausdach montierten Stationsantennen, meist Vertikalstrahlern, deren mechanische Länge 5,50 m und 6,50 m (entsprechend 1⁄2 bis 5⁄8 der Wellenlänge λ) beträgt, sind Reichweiten von ca. 20 km bis 80 km möglich. Durch den Einsatz von Richtantennen kann die Reichweite erheblich gesteigert werden. Bei Verwendung von Mobilantennen (meist verkürzte 1⁄4−λ−Strahler) beträgt die Reichweite normalerweise etwa 10−30 km. Mit langen Mobilantennen (ca. 1,50 m bis 2,65 m) können − abhängig von Standort und Montagehöhe − manchmal fast so große Reichweiten wie mit Stationsantennen erzielt werden. Handfunkgeräte verfügen meist über stark verkürzte Antennen. Wegen des sehr schlechten Wirkungsgrades solcher Antennen sind die damit erzielbaren Reichweiten von 0,5 bis 5 km deutlich kleiner. An Handfunkgeräte, die über einen externen Antennenanschluss verfügen, können längere Antennen mit besserem Wirkungsgrad angeschlossen werden, wodurch sich die Reichweite erhöhen lässt. Einflüsse des Funkwetters, zumeist durch Sporadic−E, äußern sich gelegentlich in Reichweitensteigerungen bis über 2000 km, wodurch der Charakter eines reinen Nahbereichsfunks verloren geht und lokale Kommunikation erschwert wird. Manche CB−Funker führen in solchen Zeiten internationalen Funkverkehr durch. Das meteorologische Wetter besitzt kaum Einfluss auf die Reichweite.

Durch das Aufkommen von Mobiltelefonen und Internet hat der CB−Funk seit den 80er Jahren an Popularität verloren. Früher waren CB−Funkgeräte auch in Privatfahrzeugen häufig zu finden, viele Nutzer versprachen sich dadurch schnelle Hilfe bei Pannen oder Notfällen. Heute findet man seltener mit CB−Funk ausgestattete PKW, weil Mobiltelefone oft diese Rolle übernommen haben. Von LKW−Fahrern wird CB−Funk jedoch noch häufig genutzt, um z. B. Staumeldungen abzusetzen. Bei der Absicherung von Veranstaltungen, z. B. Motor− oder Radsportveranstaltungen, spielt CB−Funk seit Jahren eine immer kleiner werdende Rolle. Hier werden heute verstärkt PMR−Funkgeräte oder Freenet−Geräte verwendet, weil diese Geräte wesentlich kompakter und handlicher sind.

Der CB−Funk in Deutschland
Auf den CEPT−konformen Kanälen 1 bis 40 sind die Modulationsarten FM, AM und SSB erlaubt. Auf einigen Kanälen ist zusätzlich Datenübertragung erlaubt. Des Weiteren sind national weitere Kanäle für den CB−Funk verfügbar.(...)
Auf (diesen) nationalen Zusatzkanälen 41 bis 80 (bspw. in Deutschland) ist nur die Modulationsart FM erlaubt. Weil (diese) Frequenzen der Kanäle 41 bis 80 nicht europäisch harmonisiert sind, bestehen entlang der Grenzen zum Ausland (Ausnahme: Grenze zur Tschechischen Republik, die hat ebenfalls 80 Kanäle) so genannte Schutzzonen. Innerhalb dieser Schutzzonen dürfen die nationalen Zusatzkanäle mit ortsfesten CB−Funkstellen nicht bzw. nur mit einer Einzelfrequenzzuteilung der BNetzA (vormals: RegTP) genutzt werden. Portabel− und Mobilstationen dürfen die nationalen Zusatzkanäle auch in den Schutzzonen nutzen, solange keine Störungen auftreten. Eine Liste der Landkreise, Städte und Regionen, die sich innerhalb der Schutzzonen befinden, ist in der Allgemeinen Frequenzzuteilung für den CB−Funk nachzulesen.

Midland GB1
Stabo XF 9082 Professional II SSB


Regulierung des CB−Funks
Der CB−Funk ist eine Funkanwendung im Mobilen Landfunkdienst. Es d−rfen nur speziell zertifizierte und für den CB−Funk zugelassene Geräte verwendet werden, denen der Hersteller eine Konformitätserklärung beifügen muss, in der das Gerät genau beschrieben wird. (...) Alle Geräte müssen zudem mit dem CE−Zeichen gekennzeichnet sein. Die Geräte dürfen vom Benutzer technisch nicht verändert werden. Die Bundesnetzagentur geht heute durch Messungen davon aus, dass die Geräte bestimmte technische Grenzwerte einhalten. Darin sind die Leistung der Geräte sowie die Art der Aussendungen (Modulationsart, Bandbreite, Kanalabstand) streng beschränkt. Auf allen 80 in Deutschland freigegebenen Kanälen ist Sprachübertragung in der Modulationsart FM (F3E)/PM (G3E) mit einer effektiven Strahlungsleistung von 4 W (ERP) erlaubt. Auf den Kanälen 1 bis 40 sind auch die Modulationsarten AM (A3E) mit 4 W (ERP) und SSB (J3E) mit 12 W Hüllkurvenspitzenleistung zugelassen. Ergibt sich bei einer ortsfesten CB−Funkanlage eine Strahlungsleistung von mehr als 10 W EIRP, so darf die CB−Funkanlage erst in Betrieb genommen werden, wenn die BNetzA eine kostenpflichtige Standortbescheinigung nach der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) ausgestellt hat. Deshalb ist Senden in SSB mit der erlaubten Leistung von 12 Watt ohne diese Standortbescheinigung illegal, da dabei weit über 10 Watt EIRP abgestrahlt werden. Es sind deshalb entsprechende Dämpfungsglieder oder "schlechte" Antennen zu benutzen. Der CB−Funk genießt keinen Schutz vor Störungen durch andere Frequenznutzer (z. B. Babyfone, Fernsteuerungen für Modelle), die u. a. im sog. ISM−Bereich (26,957-27,283 MHz) arbeiten.

Nutzung
Für die Sprachübertragung wird in Deutschland überwiegend Frequenzmodulation (FM) verwendet. Amplitudenmodulation (AM) wird vorwiegend von LKW−Fahrern benutzt, die aus historischen Gründen oft den Kanal 9 verwenden. Allerdings ist der Kanal 9 auch ein Notrufkanal. Der Einsatz von Einseitenband−Modulation (SSB) auf den Kanälen 1 bis 40 ist das Interessengebiet technisch interessierter Funkfreunde und in der Praxis noch eher selten anzutreffen, erlebt aber seit einiger Zeit durch die Zulassung im CB−Funk einen Aufschwung. Darüber hinaus sind zehn Kanäle auch zur Datenübertragung freigegeben. Die Kanäle 6, 7, 24, 25 und 40 dürfen alle üblichen Betriebsarten zur Datenübertragung verwendet werden, auf den Kanälen 41, 52, 53, 76 und 77 nur solche, die auf Frequenz− bzw. Phasenmodulation basieren. In der Praxis wurde anfangs vorwiegend die dem Amateurfunk entlehnte Betriebsart Packet Radio benutzt. Zunehmend finden aber auch andere, ebenfalls aus dem Amateurfunkbereich stammenden Betriebsarten wie z. B. RTTY, PSK31, MT63, MFSK 16, SSTV und FAX Verwendung. Die Anbindung von CB−Funk Geräten mittels Internet an ein Sprachfunknetzwerk ist auf sieben Kanälen genehmigt. Unbemannte automatisch betriebene CB−Funk−Stationen, die für die Sprachübertragung mit dem Internet zusammengeschaltet sind, dürfen nur auf den Kanälen 11, 29, 34, 39, 61, 71 und 80 betrieben werden. Bei diesem sog. Gateway−Betrieb müssen zu Beginn der Verbindung Daten über die Erreichbarkeit sowie Name und Wohnanschrift des Verantwortlichen oder ersatzweise eine von der Bundesnetzagentur vergebene Kennung übermittelt werden.

Funk im Kfz
Der Einbau von Funkgeräten, die ab dem 11. Januar 2005 in Verkehr gebracht wurden, in Kraftfahrzeuge (PKW/LKW) mit Erstzulassung ab 17. Juni 2003 ist nur gestattet, wenn das Funkgerät mit einem E−Zeichen oder einem CE−Zeichen gekennzeichnet ist. Das CE−Zeichen allein ist ausreichend, wenn dem Gerät eine Bescheinigung beiliegt, aus der hervorgeht, dass durch den Betrieb des Geräts sicherheitsrelevante Funktionen des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt werden. Bei der Installation von Funkanlagen müssen ggf. Vorschriften des Kfz−Herstellers beachtet werden, ansonsten kann die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Fahrzeugs erlöschen.
Das sogenannte "Handyverbot am Steuer" gilt nur für Mobiltelefone. Die Benutzung von Funkgeräten ist nach herrschender Rechtsmeinung von dem Verbot nicht betroffen.

Ungesetzliches
Seit Jahren ist weltweit privater Funkbetrieb außerhalb der dem CB−Funk zugeteilten Frequenzen zwischen 26 und 28 MHz zu beobachten. Eine aktive Nutzung solcher nicht zugeteilter Frequenzen stellt in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbuße geahndet werden kann. Gleiches gilt für die Verwendung von Sendeleistungsverstärkern (umgangssprachlich Brenner oder Oma). Außerdem werden auch häufig modifizierte 10−Meter−Band−Amateurfunkgeräte verwendet, deren technische Parameter nicht den Nutzungsbestimmungen der CB−Allgemeinzuteilung entsprechen. Zuständig für Ermittlungen und die Ahndung von Verstößen ist die Bundesnetzagentur. Die Rechtslage wird von Fachleuten als komplex eingestuft. Verfahren wegen Verstößen gegen die einschlägigen Funkvorschriften können aufwändig und langwierig werden
und sind ohne fachkundige juristische Hilfe schwer zu gewinnen.

Der CB−Funk außerhalb Deutschlands
Seit einer CEPT−Empfehlung aus dem Jahre 1974 bestehen in Europa Bestrebungen, den CB−Funk zu harmonisieren. Eine vom "Electronic Communications Committee" (ECC) bei CEPT am 24. Juni 2011 in Kraft getretene Entscheidung sieht für den CB−Funk europaeinheitlich u. a. eine Sendeleistung von 4 Watt in den Modulationsarten AM und FM sowie 12 Watt in der Modulationsart SSB auf 40 Kanälen vor. Darüber hinaus gibt es traditionell bedingt in vielen europäischen Ländern individuelle Regelungen. In Deutschland wurden zusätzlich die Kanäle 41 bis 80 freigegeben. Dem haben sich die Tschechische Republik und teilweise die Slowakische Republik angeschlossen. In Großbritannien wurde der Frequenzbereich 27601 bis 27991 kHz (auslaufend) und in Polen ein um 5 kHz versetztes Frequenzraster freigegeben. Außerhalb von Europa gibt es keine einheitliche Regelung des CB−Funks. Zwar haben sich die Kanäle 1 bis 40 in vielen Ländern als Quasi−Standard etabliert, es gibt jedoch erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Sendeleistungen, der Modulationsarten und der sonstigen zu beachtenden Nutzungsbestimmungen.

Abgrenzung zum Amateurfunkdienst
Der CB−Funk wird von Laien oft mit dem Amateurfunkdienst verwechselt. Abgesehen von juristischen Unterschieden (der CB−Funk ist z. B. eine „Funkanwendung“ und kein eigenständiger Funkdienst) und daraus bedingten technischen Unterschieden besteht der größte Unterschied darin, dass der CB−Funk in erster Linie unter sozialen⁄kommunikativen Aspekten betrieben wird. Der Amateurfunk bietet durch die Möglichkeit und Erlaubnis zum Selbstbau und Modifizieren von Funkgeräten vor allem Technikinteressierten eine Plattform. Des Weiteren dient er dem autodidaktischen Wissenserwerb in vielen Bereichen der Technik und der Naturwissenschaften (speziell Physik und Elektrotechnik), der Anwendung der erworbenen Kenntnisse beim Basteln eigener und Modifizieren gekaufter Geräte und der Durchführung verschiedener Arten amateurfunkspezifischer Wettkämpfe (Beispiele: Contest, Amateurfunkdiplome und Amateurfunkpeilen). "




Wörtliche Quelle: Wikipedia
Stand: Mai 2016